Die diesjährige Verabschiedung des Abiturjahrgangs am Theodor-Heuss-Gymnasium Nördlingen stand ganz im Zeichen des Abimottos „A little party never killed our Abi“. Bereits im festlichen Gottesdienst in St. Salvator gingen Pfarrer Dr. Philipp Beyhl und Kaplan Jerome Muyunga darauf ein und betonten, dass Jesus z.B. bei der Hochzeit zu Kana gezeigt habe, dass er Freude ins Leben bringen wolle und dass das Leben gefeiert werden müsse. Beim anschließenden Festakt in der Aula des THG begrüßte Oberstufenkoordinator Michael Demel die Abiturienten mit Familien, Lehrkräfte und weitere Gäste. Dabei stellte er dem ersten Abiturjahrgang des wiedereingeführten G9 verschiedene antike Sichtweisen passend zum Abimotto vor; schon Platon, Cicero und Seneca hätten sich mit dem Spannungsfeld von Arbeit und Muße auseinandergesetzt und festgestellt, dass hier ein ausgewogenes Verhältnis für das innere Gleichgewicht durchaus wichtig sei. Landrat Michael Dinkelmeier wünschte den Abiturienten in seinem Grußwort, dass sie künftig mit eigenem Wirken ihr Glück erschaffen und dieses auch in kleinen, alltäglichen Momenten finden sollten. Oberbürgermeister David Wittner gab den Ratschlag, mit leichtem Gepäck aus Mut, Neugier und Vertrauen in die Zukunft zu reisen. Mit einem Schmunzeln erinnerte sich der Elternbeiratsvorsitzende Axel Lumper an die „little parties“ seiner Schulzeit und freute sich, dass die Abiturienten trotz des Feierns das Fernziel Abitur nie ganz aus den Augen verloren hätten. Stellvertretend für den Abiturjahrgang blickten Aurelius Graser und Trisha Fanga Ngaha in einer rhetorisch außergewöhnlich ausgefeilten Rede auf die vergangene Schulzeit am THG zurück, einen wichtigen Abschnitt ihres Lebens. Sie erinnerten sich an verschiedene Schullaufbahnentscheidungen, Schulfahrten, die Zeit des Distanzunterrichts, die Herausforderungen in der Oberstufe und bei der Abiturvorbereitung. Zudem seien sie sich als erster G9-Jahrgang bisweilen wie die Generation Versuchskaninchen vorgekommen. Was sie bei all dem am THG begleitet habe, seien Offenheit, Unterstützung und Gemeinschaft gewesen. Deshalb bedankten sie sich teils mit kleinen Geschenken bei Hausmeistern, Sekretärinnen, Schulleitung, Oberstufenkoordinator, Eltern und allen weiteren Unterstützer sowie mit einem Augenzwinkern bei ChatGPT. Schulleiterin Dr. Renate Rachidi lenkte in ihrer Rede den Blick auf die Zukunft. Mit dem Hinweis auf das Buch „Survival of the richest“ von Douglas Rushkoff gab sie den Abiturienten als Tipps hierfür mit, sich den Negativszenarien aktiv entgegenzustellen, Verantwortung für sich selbst, die eigene Gruppe und künftige Generationen zu übernehmen, Erde und Natur zu erhalten. Wichtig sei, weiterhin selbständig kritisch denken zu können sowie das soziale Miteinander bei allem digitalen Austausch nicht zu vernachlässigen. All dies wünschte sie der Absolvia 2026 für ihren weiteren Lebensweg. Der Höhepunkt des Festakts war die Übergabe der Abiturzeugnisse an die Schülerinnen und Schüler. Zudem erhielten sie eine Rose vom Freundeskreis des THG sowie ein Geschenk des Elternbeirats. Die beiden besten Abiturienten waren mit der Traumnote 1,0 Linda Rosenbauer und Aurelius Graser. Musikalisch umrahmt wurde die Feier von der Bigband unter dem Dirigat von Andreas Nagl, wobei dies zugleich der letzte Auftritt für etliche Abiturienten als Mitglieder dieses Ensembles war.


